Rezension: Die Chroniken von Alice – Finsternis im Wunderland

Titel: Die Chroniken von Alice – Finsternis im Wunderland
original Titel: Alice
Autor: Christina Henry
Verlag: penhaligon
Seiten: 352
Reihe: Teil 1 von 3
Preis: 18,00 €
ISBN: 978-3-7645-3234-5

Seit zehn Jahren ist Alice in einem düsteren Hospital gefangen. Alle halten sie für verrückt, während sie selbst sich an nichts erinnert. Weder, warum sie sich an diesem grausamen Ort befindet, noch, warum sie jede Nacht Albträume von einem Mann mit Kaninchenohren quälen. Als ein Feuer im Hospital ausbricht, gelingt Alice endlich die Flucht. An ihrer Seite ist ihr einziger Freund: Hatcher, der geisteskranke Axtmörder aus der Nachbarzelle. Doch nicht nur Alice und Hatcher sind frei. Ein dunkles Wesen, das in den Tiefen des Irrenhauses eingesperrt war, ist ebenfalls entkommen und jagt die beiden. Erst wenn Alice dieses Ungeheuer besiegt, wird sie die Wahrheit über sich herausfinden – und was das weiße Kaninchen ihr angetan hat …

Verlagsseite …

“Die Chroniken von Alice – Finsternis im Wunderland” von Christina Henry.

Nach ihrem Ausflug in den Kaninchenbau ist Alice in einem Irrenhaus gelandet. Denn keiner glaubte ihre Geschichte. Zumal sie blutüberströmt aufgefunden wurde. Einzig Hatcher, ein weiterer Patient im Irrenhaus, glaubt ihr. Doch er ist ein Mörder und redet die ganze Zeit von einem schrecklichen Wesen.

Alice hat einiges hinter sich. Sie lebt in einem Irrenhaus. Ihre Eltern haben sich quasi von ihr abgewandt. Sie hat nur Hatcher, der ein Zimmer neben ihr wohnt, und mit dem sie sich durch ein Loch in der Wand unterhalten kann. Er ist der einzige Mensch, der ihr glaubt. Im Laufe des Buches muss sich Alice mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen und sich einigen Gefahren stellen.

Es gibt einige Charaktere zu entdecken: Hatcher, der Zugleich Beschützer als auch ein Mörder ist. Das Kaninchen, die gruselige Gestalt aus Alice Vergangenheit.Gangsterbosse, hilfsbereite Großmütter, … Christina Henry hat sich da einiges einfallen lassen. Jeder Charakter ist schon etwas besonderes.

Die Stadt, in der Alice aufgewachsen ist, ist in zwei Bereich unterteilt. Die Neue Stadt ist ordentlich, sauber und hier leben die Menschen, denen es besser geht. Hier wohnen auch ihre Eltern. Sie umschließt die alte Stadt. Dort ist alles verwinkelt, düster und hier herrscht viel Kriminalität. In diesem Teil steht auch das Irrenhaus, aus dem die beiden fliehen.

Genauso düster ist die Geschichte auch geschrieben. Gewalt, Gesellschaftskritik und viele düstere Aussichten prägen das Ganze. Es ist nicht die typische Märchenadaption. Die Autorin schreibt quasi nach dem Märchen selbst weiter und die Figuren werden nicht 1 zu 1 übernommen. Sie werden zwar ihren Namen gerecht, aber sind anders als man erwarten würde. Dies alles macht es zu einem komplexen Werk, dass den Leser immer tiefer mit sich zieht.

Da ich wieder mal so in der Stimmung für Märchenadaptionen war, konnte ich an diesem Buch einfach nicht dran vorbei gehen. Es war für mich mal etwas völlig Neues. Auch wenn es düster geschrieben wurde, habe ich richtig mitgefiebert. Ich wollte wissen, was mit Alice passiert, was ihr widerfahren ist und ob sie die Bedrohung aufhalten kann.

Deswegen gibt es 5 von 5 Wölfe dafür!

Andere Märchenadaptionen:
Winters zerbrechlicher Fluch
Die dreizehnte Fee
Die Grimm-Chroniken – Der Gesang der Sirenen
Räuberherz

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