Rezension: Goldene Flammen

Alina ist eine einfache Kartografin in der Ersten Armee des Zaren von Ravka. Jemand, der entbehrlich ist – ganz anders als ihr Kindheitsfreund Malyen, der erfolgreiche Fährtenleser und Frauenschwarm. Doch als Alina Mal bei einem Überfall auf unerklärliche Weise das Leben rettet, ändert sich alles für sie, denn sie findet heraus, dass sie eine Grisha ist, die über große Macht verfügt.
Alina wird ins Trainingslager der Grisha versetzt, der magischen und militärischen Elite Ravkas. Dort findet sie einen ganz besonderen Mentor: Den ältesten und mächtigsten der Grisha, der nur der »Dunkle« genannt wird und der schon bald ganz eigene Pläne mit Alina verfolgt.

Verlagsseite …

„Goldene Flammen“ von Leigh Bardugo ist der erste Teil der Grisha-Trilogie.

Als Kartografin ist Alina Teil der Ersten Armee des Zaren. Die Arme muss die gefährliche Ödsee überqueren. Dabei werden sie überfallen von bösartigen Kreaturen. Alina möchte ihren Kindheitsfreund Mal retten und stellt dabei fest, dass sie eine ungeheure Macht hat.

Alina ist als Waisenkind zusammen mit Mal bei einem Herzog aufgewachsen. Ihr Leben war nicht einfach und den Test zur Grisha hat sie nicht bestanden. Ihre Freundschaft mit Mal bedeutet ihr unheimlich viel.

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Jeder hat so seine Eigenheiten und man kann sich in sie gut hineinversetzten. Manche sind einem sofort sympathisch, manche wiederum auch nicht. Dennoch bekommt man als Leser einen guten Einblick in die Charaktere, auch wenn der ein oder andere für eine Überraschung.

Die Grisha sind Menschen mit besonderen Fähigkeiten. Es gibt drei grundlegende Unterscheidungen: Korporalki, Ätheralki und Materialki. Je nachdem welche Gruppe angehört kann man sich dann noch mal spezialisieren. In Ravka sind sie recht hoch angesehen und dienen dem Zaren in seinen Armeen. Denn es herrscht Krieg auf dieser Welt. Dieses Reich ähnelt sehr dem des russischen Zarenreichs und ist dennoch ganz eigen.

Leigh Bardugo hat hier ihre eigene Welt mit magischen Elementen geschaffen, die den Leser in seinen Bann zieht. Es ist mal an ganz anderer Ansatz, als man ihn sonst vielleicht kennt.

Die Geschichte geht schon recht spannend los. Alina und die Armee stehen kurz vor der Querung der Ödsee. Die Geschehnisse, die im Klappentext schon verraten werden, sind schnell abgehandelt. Das tolle dabei ist, dass der Klappentext noch genügend Spielraum lässt.

Danach baut sich die Geschichte immer weiter auf. Ein Ereignis folgt auf das Nächste. Es wird nie langweilig und man möchte wissen, wie es mit Alina weiter geht und was der Dunkle vorhat.

Leigh Bardugo schafft es mit ihrer Art zu schreiben den Leser in die Geschichte zu ziehen. Man ahnt zwar an manchen Stellen was passiert. Dennoch gibt es viele überraschende Momente.

Das Cover zeigt einen Hirschkopf in einem Farben-Mix aus blau und weiß. Der Hirsch passt sehr gut zur Geschichte und auch wenn das Cover sehr schlicht ist, zieht es Aufmerksamkeit auf sich.

Nach dem ich „Das Lied der Krähen“ und den zweiten Teil dazu gelesen hatte, wollte ich mich nun an die Anfänge dieser Welt begeben. Auch wenn die Charaktere alle neu für mich waren und ich ja quasi nur Aufteilung der Grisha kannte, habe ich mich schnell wohl gefühlt. Ich konnte nun Ravka und sein Volk näher kennenlernen und habe mit Alina mitgefiebert. Ich konnte das Buch kaum aus der legen! Leigh Bardugo hat eine tolle Fantasy-Welt geschaffen, die mich nicht mehr loslässt.

Ich bin gespannt auf den zweiten Teil.

Es gibt 5 von 5 Wölfen!!!

(Visited %4% times, %1% visits today)

Kommentar verfassen