Rezension: Solifera

Antalia ist ein ganz normales Mädchen,
bis der Sommerurlaub in ihrem 17. Lebensjahr alles zu verändern
beginnt. Ihre Wahrnehmung verändert sich, sie träumt – und das Wasser,
in dem sie ihres Schwimmsports wegen so viele Trainingsstunden
verbracht hat, zieht sie mehr und mehr an, so, als rufe es sie.
Immer
wieder muss sie die meist scherzhafte Äußerung, sie sei wohl eine
Nixe, anhören, und allmählich beginnt sie sich zu fragen, ob sie
vielleicht tatsächlich eine sei, und ihre Eltern gar nicht wirklich
ihre Eltern sind. In einer Phase, in der alles auf der Kippe steht,
tritt Darieno, ein Gesandter des Meeresvolkes, in ihr Leben.

Mit
seiner Hilfe kommt sie ihrer wahren Identität auf die Spur, und immer
deutlicher kristallisiert sich ihre Mission heraus, der sie mit Hilfe
ihrer Familie und ihrer Freunde nachzukommen versucht.

Leseprobe…  und die Seite der Autorin

Susanne Esch wurde am 2.4.1967 in Höchst geboren. 1986 hat sie mit dem
Abitur ihre schulische Laufbahn beendet. Bis zur Geburt ihres ersten Kindes
1995 hat sie als Restaurantfachfrau gearbeitet. Mittlerweile sind es vier
Kinder geworden.

Sie hat nicht wie viele andere Autoren von Anfang an den Wunsch gehabt zu
schreiben. Zwar hat sie kleinere Texte und Geschichten verfasst. Diese waren
allerdings nur für sie selbst gedacht. Im August 2007 hat sie angefangen
Fanfiktion zu den Harry Potter Büchern zu verfassen. Nachdem sie viele positive
Rückmeldungen erhalten hat, hat sie mit „Solifera“ angefangen.

„Solifera“ ist der Debütroman von Susanne Esch.

Antalia war schon immer vom Wasser fasziniert. Doch nach einem Urlaub am
Meer hat sich alles verändert. Das Wasser hatte schon immer eine besondere Wirkung
aus sie. Nicht ohne Grund ist sie eine gute Schwimmerin und hat ein Stipendium
an einer Sportschule. Das Meer scheint sie jetzt zu rufen. Auch nach dem Urlaub
geht es mysteriös weiter. Antalia träumt merkwürdige Sachen, an die sie sich
aber kaum erinnern kann. Sie hat plötzlich Probleme beim Sehen und Hören. Zu
allem Überfluss wächst ihr auch noch eine Art Perle am Hals. Doch Darieno wird
vom Meeresvolk entsandt um ihr zu helfen.

In Antalia kann man sich gut reinversetzten. Man erfährt viel über sie und
ihre Familie, dies schon auf den ersten Seiten. Auch ihre Beziehung zu ihren
Freunden in der Schule wird gut beschreiben, so dass der Leser diese Verbindung
quasi spüren kann. Dies führt dazu, dass Antalia aber auch die anderen
Charaktere eine tiefe gewinnen und real wirken.

Von Darieno erfährt man zwar nicht so viel Hintergrundwissen, aber sein
Wesen und seine Charakterzüge sind gut dargestellt, so dass man auch für ihn
ein Gefühl entwickeln kann.

Die Welt in der alles spielt ist von Susanne Esch frei erfunden. Wobei in
den ersten Kapiteln denkt, es spielt hier bei uns auf der Erde. Es gibt nicht
viele verschiedene Wesen, sondern nur unterschiedliche Völker. Darunter sind
eben auch die Meerwesen zu finden. Durch die gemeinsame Geschichte die im
Verlauf des Buches immer mehr ans Tageslicht kommt, gewinnt diese Welt immer
mehr eine wahrnehmbare Atmosphäre.

Erzählt wird das ganze durch die verschiedene Beleuchtung der einzelnen
Charaktere. Anfangs ist viel aus der Sicht von Antalia zu lesen, doch mit der
Zeit kommen auch andere zu Wort. somit werden ihre Gefühle, Gedanken und
Sichtweisen für den Leser transparent. Dies ist sehr wichtig für den Verlauf
der Geschichte. Denn jeder hat seine Rolle im Verlauf zu spielen.

Spannend wird es durch Antalias Verwandlung und die ganze Kette an Aktionen,
die diese auslöst. Auch die atemberaubende Wortwahl von Susanne Esch macht es
spannend. Sie vermag mit wenig aber gut gewählten Worten und Sätzen eine Szene geradezu
im Kopf des Lesers zeichnen. 

Als ich den Klappentext gelesen habe dachte ich „Ui super wieder was
über Nixen ect.“ Denn nach „tödlicher Gesang“ hatte ich echt
wieder Lust auf so was. Durch die Leseprobe war klar, dass die Story diesmal
nicht an der sprachlichen Ausführung scheitern würde. Ganz im Gegenteil. Durch
die Wörter der Autorin habe ich beim Lesen quasi einen Film im Kopf gehabt.
Dies habe ich sehr genossen. Auch die Geschichte nahm dann einen ganz anderen
Lauf als erwartet, aber dies hat mich positiv überrascht. Den einzigen Abstrich
den ich machen muss ist folgender: Ich konnte mich durch den Wechsel der
Sichtweisen nicht auf einen Charakter einschießen und so richtig mit ihm
mitfühlen. Allerdings wäre dies auch sehr schwer umzusetzen gewesen.

Deswegen verteile ich 4 1/2 von 5 Wölfen.

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