Rezension: Drache und Phönix 2

 „Am Fuß des Berges loderte eine breite Feuerwalze mannshoch auf. Jan
riss sich den roten Damastmantel vom Leib. Es war seine letzte, noch von
klarer Überlegung beherrschte Tat, bevor er sich mit einem rauen
Lustschrei in die Flammen stürzte. Was machte es, wenn sein Hemd brannte
oder die Haare, er lechzte nach dem heißen Kuss des Feuers.“

Das
18. Jahrhundert neigt sich dem Ende zu. Noch immer trauert Jan Stolnik
um seine große Liebe La Fiametta. Aber ist die Dame Phönix wirklich in
den Flammen gestorben? Als Jan in einer alten Handschrift den Hinweis
auf die sagenumwobene Türme des Schweigens findet, macht er sich sofort
auf den Weg zu jenem Ort, an dem seine Geliebte aus ihrer Asche
auferstehen kann. Doch die Reise durch das Osmanische Reich bis nach
Persien ist lang und gefährlich. In Baku am Kaspischen Meer begegnet Jan
schließlich der Königin des Sudans. Sie ist hierhergekommen, um sich
mit einem Sohn des Schahs zu vermählen – aber sie und die Frauen ihres
Hofstaats hüten auch ein Geheimnis …

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Angelika Monkberg, geboren 1955, lebt in Franken. Sie arbeitet im
öffentlichen Dienst. Daneben schreibt sie Kurzgeschichten und Romane –
wenn sie nicht zeichnet oder malt. In beiden Bereichen gilt ihr
Interesse vor allem dem Phantastischen.


 

„Drache und Phönix: 
Goldene Kuppeln“ von Angelika Monkberg ist der 2. Teil ihrer Tetralogie.
Jan Stolnik ist wieder in Freistadt in seiner Burg. Die
schwangere Barberina und ihr Mann Nanni leben als Gesindel dort. Als Nanni auf
Botengang war, wollte Jan baden und sich anschließend mit Barberina vergnügen.
Doch Nanni kam eher nach Hause und erschlug sie. Nanni sollte dies auch nicht
überleben. Jan musste fliehen und fand einen Hinweis wo La Fiametta vielleicht
wieder auferstehen könnte.
Jan ist weiter darauf bedacht als Drache nicht aufzufallen. Doch
wird es auf seiner Reise schwer. Zwar wird er verflucht und sieht kaum eine
Frau an, was so gar nicht zu Jan passen mag. Auch seine Lust das Feuer zu
spüren schafft er immer wieder gut zu erdrücken. Bis er sich irgendwann einmal
öffentlich ins Feuer stellt.
Anfangs reist Jan viel herum.  Die Kapitel ähneln da eher einem
Reisetagebuch und die Spannung fehlt. Denn wenn Jan wirklich die Hoffnung seine
Liebe wieder zutreffen, warum lässt er sich solange in Nürnberg nieder, wenn er
doch genug Geld hat? Auch die ein oder andere Reisestation, war für den Verlauf
der Geschichte nicht wichtig.
Erst als er viel später die Königin trifft wird es spannend.
Denn auch sie Trägt ein Geheimnis mit sich herum, welches es zu lüften gilt. Ab
dort kommt Leben rein und es macht wieder Spaß zu lesen.
Es gab teilweise große Zeitsprünge zwischen den Kapiteln. So
sind Abrisse zwischen den Kapiteln, wie im ersten Buch,  nicht ganz so schlimm. Dennoch kommen sie oft
genug vor. Die Wortwahl führt diesmal nicht so oft dazu, dass man raus kommt.

Band 1 hatte ich ja gelesen weil ich Band 2 im Rahmen einer LB-Leserunde
gewonnen habe. Ich hatte die Hoffnung, dass vielleicht Band 2 jetzt etwas mehr
heraus reisen würde, doch trifft dies eher auf das Ende zu. Die Reise war langweilig
und viel zu lange. Es sie hätte auf einige Passagen, wie die mit Lord John
gekürzt werden können. Dafür hat mir aber das Leben in der muslimischen Welt
gefallen.  Diese Reihe werde ich wohl
nicht zu Ende lesen.
Ich kann nur 2 ½ von 5 Wölfen vergeben.

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