Rezension: Das Wispern der Schatten

[Werbung] Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar.

Quelle: ranndomhouse.de

Titel: Das Wispern der Schatten
Originaltitel: The Empire Of The Saviours
Autor: Adam J. Dalton
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum:  Februar 2013
Seitenzahl: 640
Preis:
15,00 [D], €
15,50 [A],  €
11,99 als eBook
ISBN: 978-3-442-26912-9
Internetseite 

Sie nennen sich Erlöser, doch sie bringen den Tod …
Jillan
wächst behütet im Reich der Erlöser auf. Was auch geschieht, er weiß,
dass der Heilige Azual ihm beistehen wird. Bis zu dem schicksalhaften
Tag, am dem aus ihm unkontrollierte Magie hervorbricht, und er einen
seiner Mitschüler umbringt. Kaum jemand ist entsetzter als Jillan. Denn
die Heiligen dulden keine magischen Kräfte neben ihren eigenen. Als
Ketzer gejagt, flieht Jillan in die Wildnis, um sich dort ein neues
Leben aufzubauen. Doch dann beschließt der Heilige Azual, den jungen
Mann persönlich zur Strecke zu bringen …

Leseprobe

Adam J. Dalton bereiste als Englischlehrer die ganze Welt, bevor er sich
dem Schreiben von epischer Fantasy widmete. Neben seiner Tätigkeit als
Autor unterrichtet Adam J. Dalton in kreativem Schreiben. Er lebt
abwechselnd in London und in Manchester. (Quelle: blavalet)

„Das Wispern der Schatten“ von Adam J. Dalton speilt in einer Welt
voller Intrigen und Magie.

Der Junge Jillian wächst in dem Glauben auf, dass die Erlöser die Welt gerettet
haben und man ihnen sein Leben lang treu ergeben sein soll. Der ortsansässige
Prediger Praxis bläut dies ihm und allen anderen Kindern immer wieder ein. Es
kommt soweit das Jillian nachsitzen muss, denn er ist von dem Markel befallen,
welches sich gegen die Erlöser erheben möchte.  Jillian selber glaub auch
das er davon befallen ist. erst recht als er auf dem Weg nach Hause mit Magie
einen Mitschüler tötet. Dieser hatte ihm mit zwei weiteren aufgelauert und wollte
ihn verprügeln. Sein Eltern und einer der Helden verhelfe im zur Flucht aus der
Stadt.

Neben Jillian müssen auch Freda und Aspin ihre Heimat verlassen. Freda, die
vom Felsaussatz befallen ist, muss das Bergwerk in dem sie wohnt verlassen. Sie
kennt keine Menschen oder versteht etwas von der Welt außer Gesteinsarten.
Norfred, der sie gefunden hatte, wird getötet und Freda wird dafür
verantwortlich gemacht.

Aspin schafft es nicht nach der Jagd vor dem Schneesturm zu Hause anzukommen
und sucht Schutz bei Torpeth, dem Dorfheiligen. Hier wird er mit dem Sohn des Häuptlings
unterrichtet. Da Aspin unterlegen ist, muss er sein seine Heimat hinter sich
lassen.

Adam J. Dalton hat eine sehr komplexe Welt erschaffen. In ihr herrschen
Magie und Intrigen. Die Geschichte, dass ein Junge sich gegen die vorherrschende
Religion und der Machtinstrumenten wehren muss um zu überleben, dass er
Gefährten findet, die nicht immer treu sind, dass er Schlussendlich die Welt verändern
muss, ist grundsätzlich sehr gut. Auch die verworrenen Wege die Jullian dabei
gehen muss.

Dalton lässt die Geschichte aus den Blickwinkeln vieler Charaktere erzählen.
Am Anfang sin es Jillian, Freda, der Heilige Azual, Aspin, Priester Praxis. Im
Verlauf der Geschichte kommen noch zwei Heilige, drei Erlöser, Jillians Eltern,
und noch so manch einer hinzu. Dies erschwert zum einen den Lesefluss. Da
mitten in der Handlung entweder eine andere Sicht kommt oder gar in Wechsel zu
einer ganz anderen Situation mit anderen Beteiligten, die teilweise auch noch
neu sind. Zum anderen kann man sich in die Charaktere nur bedingt
reinversetzten. Denn die Charaktere kommen kurz vor und man hat nicht die
Chance sie näher kennen zu lernen und / oder auch wenn sie öfters vorkommen ist
ihr Gesamtanteil am Buch zu gering. Es werden kaum Emotionen und Eindrücke transportiert,
oft nur ihre fest gefahrenen Meinungen.

Auch die verändert sich die Charaktere nicht. Jillian mag zwar seine
Einstellung zu den Heiligen und den Erlösern geändert haben, aber man merkt
nicht wirklich dass er erwachsen wird oder sogar lernt seine Magie zu
beherrschen. Aber es bleibt auch kaum Zeit in dem wilden Wechsel die
Entwicklung zu transportieren.

Auch werden viele Dinge nicht erklärt und es bleiben viele Fragen offen. Was
ist mit Jan, den Freda suchen muss oder mit Freistadt? Auch eine genaue
Erklärung was Felsaussatz ist fehlt, was Sonnenmetall ist, wer die Erlöser
sind. Dalton gewehrt seinen Leser nur einen kurzen Blick auf die Welt, die
erschaffen hat und erklärt sie nicht wirklich.

Auch die ganzen Intrigen werden kaum aufgedeckt. Am Ende bleiben mehr Fragen
unbeantwortet als beantwortet.

Als  ich den Klappentext gelesen hatte, habe ich mich auf spannendes
Abenteuer mit Magie gefreut. Doch ich wurde enttäuscht. Magie kam nur in den
wilden Ausbrüchen Jillians vor und wenn die Heiligen diese aus den Menschen
zogen. Sonst war wenig davon zu sehen. Der wilde Wechsel der Charaktere
erschwerte mir das lesen und ließen die an für sich gute Geschichte rasch in
den Hintergrund treten. Wären es weniger Charaktere gewesen, hätte man mehr
Einblick in die verbliebenen und die Welt bekommen, hätte es eine recht gute
Geschichte werden können.

So kann ich nur 2 Sterne vergeben.

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