Rezension: Silber – Das zweite Buch der Träume

Liv ist erschüttert: Secrecy kennt ihre intimsten Geheimnisse. Woher
nur? Und was verbirgt Henry vor ihr? Welche düstere Gestalt treibt
nachts in den endlosen Korridoren der Traumwelt ihr Unwesen? Und warum
fängt ihre Schwester Mia plötzlich mit dem Schlafwandeln an?

Albträume, mysteriöse Begegnungen und wilde Verfolgungsjagden tragen
nicht gerade zu einem erholsamen Schlaf bei, dabei muss Liv sich doch
auch schon tagsüber mit der geballten Problematik einer frischgebackenen
Patchwork-Familie samt intriganter Großmutter herumschlagen. Und der
Tatsache, dass es einige Menschen gibt, die noch eine Rechnung mit ihr
offen haben – sowohl tagsüber als auch nachts …

Verlagsseite … 

Kerstin Gier wurde 1966 in der Nähe von Bergisch Gladbach geboren. Schon
als Kind wollte sie Autorin werden. Zuerst hat sie Germanistik,
Musikwissenschaften und Anglistik studiert, aber sie hat dann den
Studiengang gewechselt. Ihr Diplom hat sie in Betriebspädagogik und
Kommunikationspsychologie gmacht.

1995 fing sie an Frauenromane zu schreiben. Ein Jahr später erschien
dann ihr Debütroman“Männer und andere Katastrophen“. „Das unmoralische
Sonderangebot“ wurde 2005 mit der „DeLiA“ für den besten deutschsprachigen Liebesroman ausgezeichnet.

2009 kam dann ihr erstes Jungendbuch heraus, „Rubinrot“. Dies ist der
Auftakt zur Edelstein-Trilogie. Jetzt 2013 hat sie ihre zweite Trilogie
im Bereich Jugendbücher begonnen: „Silber“.

„Silber – Das zweite Buch der Träume“ von Kerstin Gier ist das zweite Buch einer Fantasy-Trilogie.
In London hat sich Liv soweit eingelebt. Doch gibt es Probleme mit Henry und Secrecy schreibt Dinge, die sonst keiner Wissen kann. Aber auch in den Träumen stimmt etwas nicht. Liv wird in den Korridoren verfolgt.

Livs Leben wird richtig durch gewirbelt. Da sind ihre Probleme mit Henry, Secrecy verbreitet Sachen über sie und das Biest in Ocker (Boker) macht ihr das Leben auch nicht gerade leicht. Sie schlägt sich super und es gibt immer etwas zu lachen mit ihr.

Von den Charakteren kann man teilweise viel neues erfahren und das macht sie interessant. Natürlich gibt es auch ein paar „Mitspieler“, die das Feld aufwirbeln und sich gut in die Geschichte einfügen. Wer Secrecy ist bleibt aber noch sehr geheimnisumwoben.

Die Geschichte spielt nach wie vor in London bzw. in der Traumwelt. Die ersten Reisen in die Traumwelt sind bis auf den mysteriösen Verfolger nicht ganz so spannend. Liv versucht Lottie zu helfen und spioniert ihren möglichen Freund nachts in seinen Träumen aus. Das mag sich zwar spannend anhören ist es aber nicht so.

Im ersten Teil des Buches muss sich Liv viel mit alltäglichen Problemen rund um Boker, Henry und Schule rum schlagen. Das ist zwar irgendwo interessant, zieht sich aber doch ein Stückchen. Die interessanten Ausflüge in die Traumwelt fehlen einfach.
Erst mit der Zeit wird das besser und es kommt mehr Spannung auf. Und man wird an das Buch gefesselt.

Natürlich gibt es auch wieder viel zu lachen. Die Komik aus Band 1 setzt sich hier fort und lockert die Geschichte einfach auf. Das hat Kerstin Gier großartig gemacht.
Auch die Blog-Beiträge von Secrecy sind wieder ein Highlight.

Was noch schon ist, dass die Autorin nicht viel vom ersten Teil wiederholt. Es gibt ein paar kurze und prägnante Einwürfe. Ansonsten ist man mitten drin. Diese reichen auch um wieder gut in die Geschichte rein zu kommen.

Das Cover ist ein einem Eisblau galten um im Fokus steht eine Tür. Das Ganze ist wieder sehr detailreich. Man sieht fliegende Feen mit Schlüssel, Libellen, … Es passt super zu seinem Vorgänger und ist wieder ein richtiger Eye-Catcher.

Band 1 hat mich ja richtig gefesselt. Deswegen stand für mich fest, dass ich diesen Teil unbedingt lesen musste. Es hat dann auch schnell in meinen eReader gefunden, blieb da aber erst eine Weile. Und das irgendwie zu recht. Die Geschichte ist zwar toll und hat Witz, aber sie zieht sich. Hätte ich nicht schon einiges von Kerstin Gier gelesen, hätte ich sich ein paar Mal das Handtuch geworfen. Das Ende konnte es dann doch etwas raus reisen.

Es gibt 3 ½ von 5 Wölfen.

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