Rezension: Spiegelsplitter

[Werbung] Bei diesem Buch handelt es sich um ein Leseexemplar aus einer Leserunde.

Caitlin weiß nicht, was es bedeutet, sich in einem Spiegel zu sehen, denn sie erblickt nichts darin. Doch er zieht sie an, ruft sie zu sich, wo auch immer sie ist. Eines Tages steht sie dem geheimnisvollen Finn gegenüber, der eine Sehnsucht in ihr weckt, der sie nicht entkommen kann. Immer wieder begegnen sich die beiden, ohne zu wissen, was sie in Wirklichkeit verbindet. Bis Caitlins Erbe zu erwachen beginnt und sie erkennt, dass es mehr auf dieser Welt gibt, als sie ahnt …

Verlagsseite …

Ava Reed lebt gemeinsam mit ihrem Freund im schönen Frankfurt am Main, wo sie gerade ihr Lehramtsexamen macht. Zur Entspannung liest sie ein gutes Buch oder geht mit ihrer Kamera durch die Stadt. Das Schreiben hat sie schon früh für sich entdeckt und während des Studiums endlich ihrer Fantasie freien Lauf gelassen. Mit »Spiegelsplitter« verfasste sie ihren ersten eigenen Roman. Mittlerweile arbeitet sie an zahlreichen romantisch-fantastischen Geschichten.

(Quelle: Carlsen.de)

Autorenblog … 

 „Spiegelsplitter“ von Ava Reed ist der Start in ein
Fantasy-Abenteuer.

Spiegel ziehen Caitlin magisch an. Besonders der, den sie
von ihrem Vater bekommen hat. Doch weiß sie nicht wie es ist, sich selbst dort
drinnen zu sehen.  Eines Tages taucht der
mysteriöse Finn auf und Caitlins Leben wird aus ihren gewohnten Bahnen
geworfen.

Caitlin musste schon einige Schicksalsschläge hinter sich
bringen.  Ihre Mutter hat sie und ihren
Vater schon früh verlassen. Ihr Vater verstarb dann später und sie zog mit ihrem
Kindermädchen von einer Großstadt nach Irland. Anschluss zu finden fiel ihr
schwer. Doch konnte sie ein paar soziale Kontakte knüpfen.

Die Charaktere haben alle einen tiefen Hintergrund. Man lernt
sie Stück für Stück besser kennen und merkt wie sehr sie durch ihr Leben
beeinflusst sind. Hier hat sich Ava Reed eine Menge bei gedacht und das spürt
man als Leser. So sind die Charaktere keine stumpfen Marionetten, sondern sehr
real wirkende Persönlichkeiten.

Die Geschichte spielt in unserer Welt und der Welt hinter
den Spiegeln. Dabei gibt es viele Fabelwesen wie Irrlichter, Gestaltwandler und
Co. zu bestaunen. Wie die Welten miteinander verbunden sind, welche Rolle die
einzelnen Wesen spielen und wie alles zusammen passt, ist sehr komplex aber
harmonievoll.

Die Frage an sich warum Caitlin kein Spiegelbild hat, ist
alleine schon recht interessant. Doch mit Finns Auftauchen bekommt die Geschichte
richtig an Schwung. Es ist dir richtige Mischung aus Gefühlen, Spannung, Tempo
und Fantasy, die hier das Leserherz höher schlagen lässt.

Das Einzige was teilweise etwas ausbremst, ist die
Erzähltaktik.

Man liest sowohl aus Caitlins als auch aus Finns Sicht. Dies
ist an sich nicht schlecht. Doch man liest die Handlung oft genug doppelt. Klar
bekommt man einen anderen Eindruck der Szene, wenn man sie aus anderen Augen liest,
aber manchmal stört es eben auch. Denn es gibt nicht wirklich etwas  Neues. Die Dialoge sind gleich, die Handlung
und die paar Gefühlsregungen machen da kaum einen Unterschied.

An manchen Stellen ist es aber äußerst praktisch, weil eben
Dinge passieren, die der Leser nicht kennt. Diese dann für später auch wichtig
sind.

Das Cover ist schon sehr interessant. Der Hintergrund ist in
zwei Bereiche eingeteilt. Oben sieht man Splitter und unten Ornamente. Ein
Mädchen „hängt“ von oben herunter, als wenn die obere Kante ein Spiegel wäre.
In der Mitte prangt der Titel, der auch teilweise gespiegelt ist. Farblich ist
alles blau und weiß. Ich finde es passt richtig gut zum Buch.

 Das Cover hat mich schon von diversen Blog angelächelt. Als
es dann in den Impressvorschauen war, war für mich klar: „Das will ich lesen!“.
(Vorher war es ja von Ava Reed selbstverlegt worden.)

Die Story bzw. das was ich davon im Vorfeld erfahren hatte,
hat mich total neugierig gemacht.  Und es
wurde sogar im Buch noch eins drauf gesetzt. Das einzige was mich ab und an
echt gestört hat, waren die „doppelten“ Szenen.

Deswegen gibt es von mir 4 von 5 Wölfen.

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