Rezension: Scythe – Der Zorn der Gerechten

Citra hat es geschafft. Sie wurde auserwählt und als Scythe entscheidet sie jetzt, wer leben darf und wer sterben muss. Doch als wenn das nicht schon schwer genug wäre, übernehmen skrupellose Scythe die Macht und stellen neue Regeln auf. Die wichtigste Regel lautet, dass es ab jetzt keine Regeln mehr gibt. So beginnt Citras Kampf für Gerechtigkeit. Ein Kampf, den sie nur gemeinsam gewinnen kann mit ihrer großen Liebe Rowan.

Klug, vielschichtig und philosophisch entwirft Neal Shusterman ein Zukunftsszenario, das von der ersten bis zur letzten Minute fesselt und einen atemlos und nachdenklich zurücklässt.

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“Scythe – Der Zorn der Gerechten” von Neal Shustermann gelesen von Torsten Michaelis  ist der zweite Teil dieser Dystopie-Reihe.

Das Leben als Junior-Scythe ist nicht gerade einfach. Als Scythe Anastasia versucht Citra ihren Weg zu gehen und lässt ihren Nachlese-Kandidaten freie Wahl über die Nachleseart. Dies ist nicht das Einzige, was ihr zu schaffen macht, denn auf sie und Scythe Curie wird ein Anschlag verübt.

Citra ist nun eine Scythe. Die Entscheidung wen wie sie wann wo und wie nachliest macht ihr zu schaffen. Denn es ist ganz schön anstrengend den Auserwählten diese Wahlmöglichkeit zu geben und sie zweimal zu  besuchen. Auch das Rowan nicht in ihrer Nähe ist, fällt ihr nicht leicht. Mit Scythe Curie freundet sie sich immer mehr an. Sie ist die einzige Person, die ihr Halt gibt.

Rowan ist nun als Scythe Lucifer bekannt, auch wenn er nie zum Scythe ernannt wurde. Er trägt eine schwarze Robe und tötet alle Scythe, die Gegen die Moral der “Alten Ordnung” verstoßen.

Man lernt auch in diesem Teil immer mehr von den Charakteren kennen. Man liest von ihnen oder sieht durch ihre Augen. Es gibt aber auch den ein oder anderen neuen Charakter, der schnell wichtig wird für die Geschichte wie Greyson. Allerdings trifft man auch auf Charaktere, die man für Tot gehalten hat.

In diesem Teil lernt man viel über die Gesellschaft rund um das Scythetum kennen. Greyson nimmt einen zum Beispiel mit in die Welt der Widerlinge. Dies sind Gesetzlose, die sich nicht an die Regeln des Thunderhead halten. Sie werden durch ein großes, rotes W in ihrem Ausweis gekennzeichnet und verlieren andere Vorteile. Bis sie sich wieder rehabilitiert haben.

Dann gibt es Gebiete, in denen diese Regeln generell nicht gelten, wie in Texas. Dort können die Menschen leben wie sie möchten. Auch gibt eine religiöse Gemeinschaft, den Tonkult. Hier gibt es mehrere Glaubensrichtungen und Orden, die aber eine Gemeinsamkeit haben: Die Suche nach der großen Resonanz.

Man merkt wie tiefgründig der Autor seine Welt hier geschaffen hat. Nicht nur mit dem Ziel zu unterhalten, sondern auch um zum Nachdenken anzuregen. Als Leser stellt man sich folgende Fragen: Wie gerecht ist Selbstjustiz? Ist sie vielleicht mal angebracht? Wie selbstlos kann ich sein um anderen das Leben zu retten? Wie viel würde ich aufgeben? Was macht Rache aus mir? Wie gehe ich mit Rache um und wozu treibt sie mich?

Die Spannung wird aufgebaut durch drei Seiten. Auf der ersten Seite haben wir die Scythe Anastasia und Marie, auf die Anschläge geplant sind. Auf der zweiten ist Greyson, der diese versucht zu verhindern und auf der dritten ist Rowan, der sein eigenes Ding durchzieht. Zwischendurch erfährt auch immer noch etwas von Scythe Faraday, der den Gründern der Scythe auf der Spur ist. Man hat so einen guten Ausblick auf alles und dennoch wird man immer wieder überrascht. Es folgt ein Ereignis nach dem anderen. Bis das ganze in einem phänomenalen Ende schließlich untergeht. 

Das Cover zeigt zwei Menschen in Roben mit einer Sense in der Hand. Dies könnten Scythe sein. Das Cover ist in Türkis, Petrol und passenden Farben gestaltet.

Den zweiten Teil habe ich so richtig verschlungen. Ich wollte einfach wissen wie es mit Citra weiter geht, wie sie ihren Weg als Scythe geht. Neal Shustermann schaffte es, dass ich den Atem angehalten musste. Es kamen richtig viele unerwartete Situationen, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Auch kam ich wieder gut zum Nachdenken. Das war einfach eine geniale Mischung und deswegen gibt es 5 von 5 Wölfen!!!

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