Rezension: Hilfe mein Kaktus hat Herpes

 Guter Rat ist teuer – aber nicht im Internet! Wie absurd die Frage auch
sein mag, das WWW spuckt garantiert und kostenlos eine noch absurdere
Antwort aus. Ob die Katze zu laut furzt, die Warze zu weit wandert, der
Nachbar zu laut poppt oder der Diesel nach Salatöl stinkt … Hilfe ist
nur einen Klick entfernt! Tauchen Sie ein in die Abgründe deutscher
Webforen, und erfahren Sie aus erster Hand, was Ihre Mitmenschen bewegt:
Sie werden Antworten auf Fragen finden, die Sie sich noch nie gestellt
haben – und aus dem Kopfschütteln nicht mehr rauskommen! Alles echt,
alles im O-Ton, alles zum Schreien komisch!

Internetseite…

Jan Anderson, geboren 1974 in Schleswig-Holstein, arbeitete zunächst im
elterlichen Fischereibetrieb. Er studierte Kommunikationswissenschaften
in Helsinki; heute lebt und arbeitet er als Autor in Dithmarschen.

„Hilfe, mein Kaktus hat Herpes“ von Jan Anderson lädt zum Lachen
ein.
Es geht darum was für bekloppte Fragen im Internet gestellt
werden, auf die allerdings ernsthaft Antworten erbeten werden. Dabei werden
sieben Themenbereiche aufgegriffen.
Jan Anderson hat Internetforen nach diesen Fragen abgesucht.
Zuerst gibt er eine kleine Einführung in das Thema des Kapitels und schon
stellt er Fragen mit samt nicht vorhandener Rechtschreibung hinten an. Schade
ist allerdings nur, dass es pro Kapitel meist nur eine Frage mit sämtlichen
Antworten gibt. Schnell ist klar, auch wenn die Fragen manchmal echt sinnbefreit
sind, erwartet werden  fachgerechte  Antworten. Manche Antworten könnte man sich
auch sparen. So ist es aber im Internetdschungel. Stellenweise kommt man gerade
deswegen zum Lachen oder Kopfschütteln.
Am Ende jedes Kapitels werden dann noch die witzigsten
Signaturen aufgelistet. Auch dort ist der ein oder andere Lacher dabei.
All dies kann man auch selber in Internetforen erleben,
deswegen ist die Frage ob man sich so ein Buch wirklich kaufen muss. Eins ist
klar man hat viel zu lachen und muss nicht ewig scrollen oder suchen.
Erstmal möchte ich mich beim Blanvalet Verlag für dieses
Rezensionsexemplar bedanken. Das Buch ist mal was völlig anderes. Mir war klar,
dass es hier nicht um Do-It-Yourself Anleitungen geht wie man ein Ei trennt, dass
es aber so wird hätte ich auch nicht gedacht. Klar gab es viel zu lachen, aber
den wirklichen Sinn hinter dem Ganzen erschließt sich mir nicht so.
Ich verteile 2 1/2 von 5 Wölfen.

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