Rezension: Die Frucht des Ölbaums

 Okzitanien – der Süden Frankreichs im 13. Jahrhundert: Der gerade erst
zehn Jahre alte Olivier erlebt zusammen mit seiner Familie den Ausbruch
des Kreuzzuges gegen die Katharer.
Sie fliehen vor der Brutalität des Krieges in das nahe gelegene
Königreich Aragon, während der Vater Oliviers auf der Festung Termes im
Languedoc zurückbleibt. Erzogen von seinem Stiefvater und seinem Onkel,
einem berühmten Führer dieser vom Vatikan abtrünnigen
Glaubensgemeinschaft, wächst Olivier im Exil auf und wird nach seiner
Ausbildung zum Ritter am Hofe von Barcelona und seinem ersten Abenteuer
als Beschützer von geheimen katharischen Schriften zum rebellischen
Freiheitskämpfer. Er lernt auf vielfältige Weise die Liebe kennen und
hat im Kontakt mit Franziskus erste Zweifel an seiner Religion. Aber die
Rückeroberung seiner väterlichen Ländereien hat Vorrang. Für deren
Besitz ist er sogar bereit, sich mit Papst und französischer Krone zu
arrangieren und seine wahre Denkweise zu leugnen. Doch sein Herz schlägt
für sein Land und sein einst stolzes und freies Volk, welches von der
Inquisition geknechtet wird…

Verlagsseite …

Geboren und aufgewachsen ist die Autorin im Jahre 1965 im Südwesten
Deutschlands, wo sie noch heute mit ihren drei Kindern lebt. Mit dem
Schreiben hat sie begonnen, als ihr ältester Sohn aufgrund mehrfacher
Behinderungen besonderer Förderung bedurfte. So entstand das erste
Bilderbuch von G. C. J. Couillez „Die Taten des tapferen Ritters Bruno“
zunächst nur für den Hausgebrauch. Andere Geschichten folgten, die ab
2003 nach und nach veröffentlicht wurden und die die Autorin auf
Mittelalter-Events in passender Gewandung gerne zum Besten gibt.
Seit ein paar Jahren hat sich die Autorin dieser besondern Bilderbücher
für Kinder auf das Schreiben von historischen Romanen für Erwachsene
verlegt, von denen im Sommer 2011 der erste Teil des Katharer-Romans
„Die Frucht des Ölbaums“ im Action-Verlag mit dem Sprecher Patrick
Tillmanns als ungekürztes Hörbuch veröffentlicht wurde. Der zweite Teil
erschien August 2012. Die Umsetzung des Romans als E-BOOK wurde
ebenfalls gemeinsam mit dem Lektor Hubert Quirbach in Angriff genommen.
So erschien der erste Band von DIE FRUCHT DES ÖLBAUMS mit dem Untertitel
„Der Ketzer“ Mitte Januar 2012, der zweite Band mit dem Untertitel „Der
Kreuzritter“ folgte im Mai 2012. Seit Beginn des Jahres 2013 können
sich die Liebhaber von gedruckten Büchern auf die Print-Ausgabe durch
Verlag 3.0 freuen…

(Quelle: lovelybooks.de)

„Die Frucht des Ölbaums – Der Ketzer“ von Gabrielle C. J.
Coullez ist der erste Teil einer historischen Roman-Reihe.

Die junge Katharer Olivier de Termes muss ansehen wie sein
Vater die belagerte Burg in die Hände der Tempelritter spielt. Er versteht die
Tat seines Vater nicht, aber auch seinen Onkel nicht. Dieser flieht zusammen
mit Olivier und vielen anderen Frauen Kindern. Olivier wächst heran und wird zu
einem Ritter. Sein Hass hat er nicht vergessen und er möchte sein Land wieder
erlangen.

Olivier wächst als ältester Sohn eines Herzogs auf. Sein
Vater war ihm immer ein Vorbild. Bis an einem Tag, als sich sein Vater dazu
entschließt alle Frauen und Kinder zu evakuieren und sich mit den restlichen
Männern den Templern zu stellen. Sein Onkel ist einer der religiösen Anführer
der Katharer und in Oliviers Vorstellung hätte es gereicht wenn sein Onkel
stirbt und sein hätte so überleben können. Auch während seiner Ausbildung zum
Ritter denkt er an nichts anderes und hofft sein Land zurück zubekommen. Er
versucht nicht vollkommen zu werden wie sein Onkel oder sein Vater. Er versucht
ein vollkommener Ritter zu werden.

Das ganze spielt zu den Katharer-Kreuzzügen. Die Katharer
glauben zwar auch an Gott, aber als einen liebenden und verzeihenden Gott. Sie
glauben, dass ihre Seele einmal ein vollkommenes Leben geführt haben muss um zu
Gott zu kommen. Somit ist auch einer Wiedergeburt nicht auszuschließen. Dies
und noch einige andere Punkte stößt bei den Katholiken übel auf. Weshalb es
dann zu einem Kreuzzug kam.

Der Leser bekommt einen guten Eindruck vom Leben eines
Katharers und kann sich auch gut in die Gesamtsituation hineinversetzten. Auch
der Anfang ist gut gemacht. Man bekommt aus der Sicht von Olivier seinem Vater
und seiner Mutter gut die Umstände mit. Somit hat der Leser ein gutes
Gesamtbild. Dies wird er auch im Verlauf des Buches behalten, allerdings kommt
die Beziehung vom Protagonisten nicht wirklich in Fahrt, da der Erzählstil den
Leser auf Distanz hält. Man bekommt zwar mit wie sich Olivier fühlt, aber nur
dann wenn er sich anderen Personen öffnet. 

Ansonsten gibt es viele Schlachten, historische Hintergrunde
und viele gleiche Namen zu lesen. Das mit den Namen kann verwirren, passt
allerdings auch in die damalige Zeit hinein. Manchmal ist es einfach zu trocken
und klingt eher nach einem Geschichtsbuch als nach einem Roman. 

Zwischen drin gibt es immer mal wieder Bilder oder Karten.
In einem Printexemplar kann dies sicher richtig gut wirken, aber in einem ebook
erkennt man oft leider nicht viel.

Der Klappentext dieses Buches hörte sich richtig gut an. Deswegen
hatte ich dieses Reziexemplar auch beim Verlag angefordert. Doch leider war es
mir zu trocken. Auch wenn es sich um historische Sachen handelt kann man es
spannender gestalten und den Leser fesseln. Das einzige was mir gefallen hat,
war der Glaube der Katharer und der Anfang der Geschichte. Mich haben nicht die
gleichen Namen gestört, sondern die Vielfallt aller Personen. Da wusste ich oft
nicht mehr wie die alle zusammen hängen.

Deswegen kann ich nur 2 von 5 Wölfen vergeben.

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