Rezension: Der Pfad im Schnee

Quelle: Carlsen.de

Titel: Der Pfad im Schnee – Der Clan der Otori
Originaltitel: Tales of the Otori – Book 2 Grass for his pillow
Autor: Lian Hearn
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: 2004
Seitenzahl: 397
Preis: € 19,50 [D], € 20,10 [A], eBook € 7,99
ISBN:

978-3-551-58110-5
Internetseite

 Takeo, Erbe des mächtigen Otori-Clans, hat sich dem geheimnisvollen
Stamm angeschlossen. Er muss dem Glauben seiner Kindheit, seinem Recht
auf Reichtum, Land und Macht abschwören und seiner Liebe zu Kaede
entsagen! Wenn nicht, wird der Stamm ihn töten.
Doch Takeo kann sich den strengen und grausamen Regeln des Stamms nicht
beugen, zu stark ist seine Vebindung zu den Otori und zu der Frau, die
er liebt. Er flieht und begibt sich mitten im eisigen Winter auf eine
gefahrvolle Reise durch die Berge. Kaede, nunmehr ein wertvolles Pfand
in den Händen ruchloser Kriegsherrn, braucht all ihre Intelligenz und
Schönheit, um in einer Welt voller machthungriger Männer zu bestehen.
Männer, die nie erfahren dürfen, dass sie Takeos Kind trägt …“

Gillian Rubinstein

Lian Heard ist ein Pseudonym für die Autorin Gillian Rubinstein. Lian
ist ihr Spitzname aus der Kindheit und Hearn kommt von dem
Schriftsteller Lafcaido Hearn. Dieser lebte lange Zeit in Japan.
Gillian ist am 29. August 1942 in Großbritannien geboren worden.
Als sie acht Jahre alt war starb ihr Vater und einige Jahre später,
nach der erneuten Heirat ihrer Mutter, zog sie mit ihrer Familie nach
Nigeria. Als sie erwachsen war, zog es sie wieder nach England. Dort
studierte sie moderne Sprachen in Oxford.
Sie lies sich dann mit ihrem Ehemann in Oxford nieder und arbeitete als Schriftstellerin.
Sie hat viele Kinder- und Jugendbücher geschrieben und die asiatische Kultur hat ihr Interesse geweckt.
Mittlerweile lebt sie mit ihrer Familie in Australien. Sie hat Japan
einige mal bereist und so kam sie auf die Idee „Der Clan der Otori“ zu
schreiben.

„Der Pfad im Schnee – Der Clan der Otori“ von Lian Hearn ist der
2. Band der Reihe um Takeo Otori.

Takeo hat sich dem Stamm verschrieben und lernt von ihnen. Das Oberhaupt der
Kikuta hat veranlasst das Aiko und Yuri sich um seine Ausbildung kümmern sollen.
Er lernt zuerst jonglieren, damit sie als Schausteller getarnt durchs Land
reisen können. Auf der Reise lernt er mehr über den Gehorsam im Stamm, seine Fähigkeiten
zu nutzen und Yuri besser kennen. Als er die gesammelten Daten Shigerus über
den Stamm suchen und ihnen aushändigen soll, verlässt er der den Stamm und wird
gejagt. Kaede muss lernen in der Männerwelt zu bestehen, denn ihr Vater ist
nach der Niederlager der Tohan stark geschwächt. Des Weiteren muss sie ihr Kind
mit Takeo verheimlichen und gibt es als das Kind Shigerus aus. Denn sie
angeblich heimlich geheiratet hat bevor dies offiziell geschehen sollte.

Lian Hearn schafft es mal wieder einen in die japanische geprägte Welt
eintauchen zu lassen. Auch in diesem Buch lässt sie abwechselnd Takeo und Kaede
ihre Geschichte erzählen.

Kaede selber hat eine unglaubliche Stärke gewonnen. Wenn man sie noch als
Geisel der Nugochi sieht, wo sie verängstigt war und sie sich jetzt anschaut.
Die lernt alles um ihre Domäne und die Maruyama wirtschaftlich halten zu können.
Zeigt Stärke gegen über den Lords und schließt Handel hab, damit ihre Leute
durch den Winter kommen. Gleichzeitig muss sie sich aber auch im ihre beiden
Schwestern kümmern.

Takeo kommt mit dem strikten Gehorsam im Clan nicht zurecht. Dort kann er zwar
seine Fähigkeiten verbessern und lernt sie zu kontrollieren, aber er merkt,
dass das Leben im Stamm nichts für ihn ist. Seine Loyalität gehört den Otori.

Er muss jetzt lernen in Krieger zu werden, um das Erbe Shigerus einfordern
zu können.

Auch habt hat Takeo Freunde, die ihm helfen wie Jo-An, Makoto und sein
Lehrer Ichiro.

Die Spannung wird zum einen durch die tragische Liebesgeschichte gehalten
und zum anderen durch die Ereignisse, die sie jeweils einzeln durchlaufen.
Sobald ein Ereignis eingetreten ist, schwebt das nächste drohend über ihnen.
Selbst am Ende ist die Spannung nicht raus und man ist gespannt wie es weiter
geht.

Das Cover und der Titel passen auch gut zum Ganzen. Der Winter naht und
später ist es Winter. Takeos Weg vom Stamm zu seinen Wurzeln liegt im Schnee.
Auch Kaede muss sehen wie sie und ihr Volk durch den Winter kommen.

Auch bei diesem Buch bin ich froh es nochmal gelesen zu haben. Die Liebesgeschichte und auch Takeos Lehrzeit beim Stamm fand ich sehr schön. Die Affäre mit Yuri haben das ganze noch aufgepeppt. Kaede die sich Lord Fujiwara hingeben muss. einfach Klasse erzählt.
Es gibt 4 Sterne.

  • Der Glanz des Mondes – Der Clan der Otori
  • Der Ruf des Reihers – Der Clan der Otori
  • Die Weite des Himmels – Der Clan der Otori
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