MonatsMotto Interview mit Helmut Pöll

Der vorletzte Samstag im Januar ist da und es gibt den letzten Beitrag zu Whatcha Readin (WR). Helmut Pöll hat sich meinen Fragen gestellt und was dabei raus gekommen ist, könnt ihr jetzt lesen:

Melanie:
Hallo Helmut,  ich
hoffe es ist ok, wenn ich dich im Interview duze. Es wäre komisch, wenn ich es
jetzt nicht täte. Erstmal danke, dass du dir Zeit für meine Fragen nimmst.
Gerne
Melanie:
Dass du nicht noch eine Leseplattform erschaffen wolltest,
sondern eine, die persönlicher ist und auch unterwegs funktioniert, sollte man
nach meinen letzten beiden Beiträgen wissen. Was waren deine ersten Ideen für
WatchaReadin (WR)? Was musste es unbedingt haben?

Du hast die beiden
wichtigsten Punkte eigentlich schon genannt. Die Plattform sollte in jedem Fall
gut auf mobilen Geräten zu bedienen sein, so dass man beispielsweise auch im
Zug mal schnell posten kann. Zum anderen wollte ich, dass es für die Anwender
leicht ist sich miteinander auszutauschen. Dafür gibt es z.B. den Chat, der wie
bei Facebook funktioniert, mit dem man auch nach Facebook hinein chatten kann
und die Folgen-Funktion. Damit kann man festlegen, über welche
Benutzeraktivitäten man informiert werden will. Im Grunde orientiert sich die
Kommunikation an Facebook. Das kennen die Leute und es ist von der Bedienung
sehr einfach.

Melanie:
Welche Ziele hast du dir mit WR gesteckt? Welche sind
vielleicht schon erreicht?
Eines der Ziele war Bücher
zu entdecken, die ich auf den Wühltischen von Hugendubel eher nicht finde. Das
Ziel ist schon erreicht, weil die Benutzer bei WR wirklich sehr viele und
ausgefallene Bücher vorstellen. Mein Problem ist momentan eher, dass ich viel
mehr Neues entdecke, als ich je lesen werde können.

Das große Ziel ist aber mit WR eine Buch-Plattform zu etablieren, auf der das
Entdecken von Büchern und das Sich-Austauschen darüber richtig Spaß machen. Ich
will die Leute ermuntern mitzumachen, weil jede Stimme wichtig ist. Und aus
dieser Vielfalt der Stimmen sollen sich dann einmal gute Buchempfehlungen für
jeden bilden lassen.

Melanie:
Womit hattest du die meisten Probleme auf WR?
Eigentlich mit der
Frage „Was wäre wenn“, was wäre wenn 20000 Benutzer registriert wären, oder
noch mehr, welche Umgebung braucht es dafür, wie müssen Programme und Server
dafür aufgestellt sein, damit sie jederzeit schnell die doppelte oder auch
zehnfache Leistung liefern könnten. Und diese Skalierbarkeit hinzubekommen war
eigentlich am Schwierigsten.
Melanie:
Beruflich bist du ja selber in der IT-Branche unterwegs. Was
kannst an WR selber machen (oder hast gemacht) und wobei musst du dir extern
Hilfe holen?
Man muss das Rad
nicht immer wieder neu erfinden. Deshalb ist der Kern der Forumsoftware
gekauft. Ich habe den Kern aber weiterentwickelt und mit anderen Systemen
verbunden, zum Beispiel der Buchdatenbank. Ein Forum mit Buchdatenbank gibt es
in dieser Form ja nicht zu kaufen.

Über meinen Beruf habe ich ein Netzwerk aus Programmierern und anderen
IT-Experten mit sehr speziellen Schwerpunkten. Dmitry aus Kiev hat
beispielsweise das Buchregal entwickelt, zwei Engländer die Gruppen.

Melanie:
So eine Plattform ist
für den User ja meist kostenlos. Doch fallen beim Beitreiben sicher eine Menge
an Kosten an. Wie deckst du sie?
Ja, das ist nicht
ganz billig. Die Kosten werden über Werbeeinblendungen gedeckt, z.B. Google
Adwords bzw. das Amazon-Affiliateprogramm. Es wird aber recht bald auch die
Möglichkeit geben Werbebanner für Bücher zu schalten.
Melanie:
Und jetzt zum Abschluss: Was gefällt dir persönlich am
meisten an WR?

Der Austausch mit
vielen und ganz unterschiedlichen Leute mit sehr verschiedenen
Lesegewohnheiten.

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