Ein Aufschrei geht durch die Autoren- und Blogger Welt

Es geht gerade ein großer Aufschrei durch die
Blogger/Autorenwelt! Ebooks (darunter viele Rezensionsexemplare) wurden da
einfach illegal angeboten und weiter geben.
Diese Tatsache erschreckt mich nicht! Das gab es schon mit
Filmen, Musik, … und bevor man die ebooks einfach umgewandelt und verteilt hat
gab es ja auch noch die Scanner. Das dies nicht gerade die feine Art ist,
brauche ich wohl nicht sagen.

Was mich allerdings geschockt hat, dass es
Blogger/Rezensenten waren! Klar gab es schon immer welche, die ihre
Rezensionsexemplar verkauft oder getauscht haben. Aber die Sache hier war wohl
weit mehr als nur das.
Ein Autor, mit dem ich heute darüber gesprochen habe, sagte
„Das hätte ich von dir auch nicht angenommen!“ Nur wie viele Autoren gibt es,
die genau das von den Beteiligten gedacht haben?
Da werden schon die ersten Stimmen laut, dass keine
Rezensionsexemplare mehr verteilt werden oder jetzt genauer geprüft wird.
Was ich irgendwo verstehen kann. Ich als Blogger bekomme das
ebook/Buch ja nicht einfach geschenkt. Ich „bezahle“ mit einer Rezension. Wenn
es gut läuft, findet sich das Buch noch anderweitig seinen Platz auf dem Blog
in Leseeindrücken, Wochenrückblicken, …. Ich mache Werbung für das Buch.
Doch der Autor/Verlag muss mir auch vertrauen können. Es
muss klar sein, dass ich das Buch eben nicht weiter gebe und es bei mir bleibt.
Doch wenn solche Bücher auf diversen „Tauschbörsen“
„geteilt“ werden, zerstört man eben dieses  Vertrauen. Und schnell machen sich Zweifel
breit.
Und genau das hat auch für die anderen Blogger, für mich,
Konsequenzen. Wie viele Autoren gehen gerade ihre „Listen“ durch und schauen
nach ihren Bloggern, überlegen wie sie zukünftig mit Rezensionsexemplaren
verfahren wollen. Man steht plötzlich nicht mehr unbedingt im hellen Licht,
auch wenn man mit der Aktion nichts zu tun hat.
Was hat das jetzt für genau für Konsequenzen für mich?
Ganz ehrlich mir sind Autoren ja immer am liebsten, die mit
Anfragen zu mir kommen, die in Portalen ein Rezensionsexemplar anbieten oder
wenn der Autor x ankommt und sagt „Na noch Platz auf dem SuB, ich habe von
Autor y etwas, dass dich interessieren könnte!“.  Denn wenn ich selber frage, hatte ich schon
immer ein blödes Gefühl. Ich will mich da nicht aufdrängen oder einfach etwas
abstauben.
Jetzt ist die Situation dann noch blöder.
Ja und es kann heißen, dass ich jetzt weniger
Rezensionsanfragen bekomme oder mehr Prints oder oder oder.
Schade ist einfach, dass durch solch ein Verhalten die
Beziehung zwischen Blogger und Autoren massiv beeinträchtigt wird. Die Autoren
brauchen uns, um ihr Buch ins Gespräch zu bringen und wir sie, damit wir
Gesprächsstoff haben.
Ich bitte daher nochmal die Autoren, die generell keine
Rezensionsexemplare mehr rausgeben möchten, noch einmal in sich zu gehen. Klar
war die Aktion unter aller Kanone und das darf auch nicht ohne Folgen bleiben.
Es gibt aber Blogger, die mit Herzblut bloggen, „ihre“ Autoren unterstützen und
die von diesem Missbrauch ebenso entsetzt sind, wie ihr. Denkt bitte in Ruhe
drüber nach. Wir brauchen uns gegenseitig!!!

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11 Kommentare

  • Mein Exemplar kannste sofort haben. Mir ist die Verbreitung des Themas wichtiger als Tantiemen. Melde dich…

  • Bei mir gilt die Unschuldsvermutung und ich bewerfe dich sofort mit Rezi-Exemplaren wenn du willst. 😉

  • Hallo Melanie, das Erschreckende daran ist nicht, dass Rezensionsexemplare weitergegeben werden, sondern dass es nun km organisierten Maßstab geschieht. Das zeigt doch ein in größerem Umfang mangelndes Unrechtsbewusstsein. Rezensionsexemplare wurden auch bisher schon zum Verkauf angeboten, sogar mit Hinweis auf meine spezielle Widmung. Nun wird es aber regelrecht organisiert und das erschreckt schon. Verhindern lässt sich aber wohl leider nicht. Vielleicht sollte ich mir demnächst schriftlich geben lassen, dass das Rezensionsexemplar nicht weitergegeben wird. Mal sehen. Da ich ja noch nicht zu den Bestsellern gehöre, ist so Verbreitung auch Werbung. Wenn auch mit Geschmäckle.
    Gruß,
    Vera

    • Ah nicht wirklich o.O . Klar gab es schon immer welche die Ihre Rezi.Ex verkauft haben. Gerade die Prints, die nicht gekennzeichnet/signiert sind. Ich durfte aber auch erleben, dass Leseexemplare, die für eine Bloggeraktion raus gegeben wurden, schon vor der Veröffentlichung verkauft wurden.
      Ganz ehrlich wenn mir ein Rezi-Exemplar nicht gefällt oder ich es aus sonst einem Grund los werden möchte, da gibt es genug andere Möglichkeiten als es zu verkaufen oder zu tauschen. Und wenn ich was damit bastel^^.
      Aber das, was jetzt passiert ist, lässt mich nur den Kopf schütteln.

  • Ganz ehrlich? Dass ebooks getauscht oder weitergegeben werden, war für mich auch keine Überraschung! Aber die emotionale Seite ist das, was das Ganze zu einer wirklich blöden Aktion macht! Ich gebe dir recht, dass man aber durch eine solche Aktion nicht alle Blogger über einen Kamm scheren darf. Vielleicht wird die "Blacklist" ja wirklich gelesen und die schwarzen Schafe von der Verrtrauensliste gestrichen! Dir auf jeden Fall ein gutes, frohes und vor allem freudiges neues Jahr!
    LG Verena
    books-and-cats

  • karin

    Na ja, die Sache ist noch ein alter Hut, sorry wegen des Ausdruckes.

    Aber Reziexemplare im Internet an zu bieten…ist doch mittlerweile normal.

    Auch wenn ich das als nur Leserin, bin keine Bloggerin total fies und gemein finde. Wenn man kostenloses Bücher einfach verkaufen will…..möchte…

    So das war mein Beitrag zu diesem Thema.

    Allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und LG..Karin…

  • Anonym

    Ich lese hier völlig entsetzt über diese miese Tour. Aber so ist es eben im Zeitalter von Bits und Bytes. Es ist nur ein Klick.
    Darf ich fragen ob in deinem Blog alle Genres rezensiert werden, oder nur bestimmte? Ich bewerfe dich gerne mit einem Exemplar. Vielleicht hilft es, wenn man ein Wasserzeichen über die Seiten legt? Du findest mich auf Facebook.
    LG
    Helen Baxter

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