Rezension: Unter pinken Sternen

[Werbung] Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar.

Ein geplatzter Traum
Ein Leben im Abseits
Ein Himmel voller Sterne

Die aufstrebende Modedesignerin Silke hat alles, wovon sie jemals geträumt hat. Als der plötzliche Unfalltod ihrer Eltern sie völlig aus der Bahn wirft, verliert sie nicht nur ihren Job und ihr Zuhause, sondern auch jede gesellschaftliche Struktur. Anfangs noch voller Hoffnung, vom vielgepriesenen Sozialstaat aufgefangen zu werden, erlebt Silke eine bittere Enttäuschung nach der anderen. Sie ist von nun an auf sich allein gestellt und muss lernen, in der rauen, unbarmherzigen Welt der Obdachlosen zurechtzukommen. Allerdings bleibt ihr wenig Zeit, diese Herausforderungen zu meistern, wenn sie nicht das Letzte verlieren möchte, was ihr geblieben ist: ihr Leben.

In Unter pinken Sternen spinnt Autorin Sabrina Schuh aus den Elementen der Grimmschen Sterntaler eine in sich geschlossene, düstere Gesellschaftskritik über Schuldgefühle, Verzweiflung und das schwere Leben einer jungen Obdachlosen.

„Unter pinken Sternen“ von Sabrina Schuh ist eine Märchenadaption.

Nach dem Tod ihrer Eltern ändert sich für Silke alles. Sie verliert ihren Job, ihre Wohnung und sitzt auf der Straße. Sie ist auf sich allein gestellt und muss auf der Straße mit den anderen Obdachlosen zurecht kommen.

Silke ist Modedesignerin und arbeitet bei einer Mode-Ikone. Nach dem ihre Eltern tragisch ums Leben gekommen sind, hat sie keine kreativen Ideen mehr. Somit verliert sie ihren Job und die Teufelsspirale zieht sie abwärts.

Die Charaktere sind sehr gut gestaltet. Sabrina Schuh schafft es, dass man sich mit ihnen identifizieren kann. Auch wenn man selbst ganz anders lebt, fühlt man mit ihnen mit. Jeder der Charakteren ist einzigartig und kann so auch genau in der realen Welt existieren.

Sabrina Schuh verdeutlicht in ihrem Roman, wie schnell man selbst auf der Straße landen kann. Die Abwärtsspirale dreht sich immer tiefer. Zum einen verdeutlicht es gut, wie es laufen kann. Welche Hindernisse und Probleme auftreten. Zum anderen wirkt es an manchen Stellen auch zu gestellt. Kann ein Mensch wirklich so viel Pech haben? Geht es wirklich so schnell und so tief bergab?

Dennoch schafft es die Autorin, dass man am Ball bleibt und mit Silke mitfiebert. Kommt sie da wieder raus? Was passiert ihr als nächstes?

Aber nicht nur damit beschäftigt man sich. Man denkt auch über die Gesellschaft nach und über unser System. Eigentlich sind wir ein Sozialstaat. Man denkt, dass solche Schicksale nur in Amerika passieren und eben nicht vor der eigenen Haustür.

Im ersten Moment merkt man wenig, dass sich Sterntaler hinter der Geschichte verbirgt. Mit der Zeit erkennt man die parallelen. Sabrina Schuh hat ihre eigene Version des Märchens geschrieben, ohne dass man dies groß merkt. Sie hat sich ihr eigenes Werk erschaffen. Dies ist selten bei Märchenadaptionen.

Das Cover zeigt eine Skyline mit einer Brücke davor. Davor steht eine junge Frau mit pinken Haaren. Es ist Nacht und der Mond scheint hell. Das Cover ist dunkel mit lila und pink. So passt es gut zur Geschichte.

Erstmal vielen Dank an die Autorin und an die Agentur „Spread and Read“ für das Rezensionexemplar. Ich mag ja Märchenadaptionen und finde es genial wie Sabrina Schuh dies gelöst hat. Ich war schockiert und musste viel nachdenken. Selten hat mich ein Buch so dazu gebracht. Ich musste ab und an inne halten beim Lesen.

An manchen Stellen fand ich es doch fragwürdig, ob man so viel Pech haben kann.

Es gibt 4 von 5 Wölfen!

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