Rezension: Das Taxi – 11 wahre und 1 erfundene Geschichte

[Werbung] Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar.

Während meines Studiums bin ich über fünf Jahre lang Taxi gefahren. In der bayrischen Landeshauptstadt München. Zuerst tagsüber, dann vornehmlich nachts. Ich habe Menschen aller Art und Unart befördert.

Liebenswürdige und weniger liebenswürdige Fahrgäste, angenehme und weniger angenehme Zeitgenossen.

Mit manchen führte ich intensive Gespräche, mit vielen nur Konversation.

Ich wurde beleidigt.

Ich wurde verprügelt.

Ich wurde sexuell belästigt.

Ich wurde Beichtvater und Lebensberater.

Ich wurde zum Essen, zum Trinken oder auch zum Geschlechtsverkehr eingeladen.

Elf der Geschichten sind genau so, wie sie geschildert werden, tatsächlich passiert. Nichts als die reine, nackte, wenn auch nicht immer schöne oder erfreuliche Wahrheit. Aber bunt und prall und voller Leidenschaft und voller Widersprüche.

So, wie das Leben eben ist.

Nur eine Geschichte ist nahezu frei erfunden.

Aber wir verraten nicht, welche.

Verlagsseite….

Der Autor lebt als Richter mit Frau und Kindern in Bayern; umgeben von selbst gemalten Bildern (großen abstrakten, die hauptsächlich in Behörden hängen, Stadtansichten und Portraits, in letzter Zeit hauptsächlich Serienmörder- und innen) und selbst geschriebener Musik (aus einem eigenen Studio alter Prägung). Als Leiter des Ingolstädter Autorenkreises liest er des Öfteren aus eigenen Werken, auch zusammen mit anderen Autoren, Musikern oder Lichtkünstlern.
Im Herbst 2011 wurde er mit dem Literaturpreis „Goethes Schlittschuh“ geehrt.
 (Quelle: amazon.de)

 „Das Taxi  – 11
erfundene und 1 wahre Geschichte“  von
Michael von Benkel erzählt das Leben als Taxifahrer.

Egal ob Oktoberfest oder nicht als Taxifahrer erlebt man so
einiges von Fahrgästen, die den Taxifahrer verzweifelt suchen, weil sie sich in
ihn verliebt haben, über betrunkene Bochumfans bis zum Überfall ist alles
dabei.

Micheal von Benkel ist selber fünf Jahre lang Taxi gefahren
um sich sein Studium finanzieren zu können. 
Er ist zwar Teil der Taxifahrer-Gemeinschaft, teilt aber nicht alle ihre
Ansichten. Auch hat er gelernt nicht immer auf die Ratschläge der Mutter zu
hören, denn dies kann schon mal nicht so gut ausgehen.

Der Autor beschreibt zwar hier seine Zeit als Taxifahrer.
Dabei wirkt, dass ganze gar nicht wie eine Biographie. Denn die Fahrgäste und
die Geschichte, die man dort erlebt, sind im Vordergrund.

So lernt man als Leser die Fahrgäste so kennen, wie eben
auch der Taxifahrer es vermag. Man merkt, dass es sich um echter Personen
handelt.

Spielen tut das Ganze in München. So bekommt man auch etwas
bayrisch zu lesen und die ein oder anderen Eindrücke dieser Stadt.

Die Geschichten sind mit Witz geschrieben, bringen einen
aber auch zum Nachdenken. Dies ist eine gute Mischung. Hier und da ein kleinwenig
überspitzt, aber es passt genau.

Der Schreibstil ist sehr prägnant und ausdruckstark. So kann
man sich als Leser gut vorstellen, was sich gerade im inneren des Taxis
abspielt.

Durch kleine Anekdoten und gefährliche Situationen kommt
Spannung rein. Zwar nicht wie in manch anderen Büchern, aber man möchte einfach
wissen was Michael von Benkel noch so zu berichten hat.

Das Cover ist sehr einfach gehalten. Im Vordergrund steht
der Titel und dieser ist mit farbigen Rechtecken unterlegt. Diese sind so bunt
wie das Leben selbst.

Auf dieses Buch wäre ich nie gekommen, wenn es mir nicht ans
Herz gelegt worden wäre. Es ist was ganz anderes, aber trotzdem super gut! Ich
hatte relativ schnell die Geschichten verschlungen. Die mich mal lachend und
mal etwas bestürzt zurück gelassen haben.

Es gibt 4 von 5 Wölfen.

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