Rezension: Häkelenten tanzen nicht

[Werbung] Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar.

Eigentlich wollte Sam Frank schreiben. Und eigentlich wollte Alice Sam nur sagen, dass sie nicht Frank ist. Doch dann kamen die Häkelenten dazwischen. Diejenigen, die auf dem Klopapier von Sams Oma saßen. Und die Silvesternacht, in der Sam nicht ganz lesbare Neujahrsgrüße verschickte. An Alice. Die zurückschrieb. Und Sam, der antwortete. Bis sie beide nicht mehr aufhören konnten…

Verlagsseite …

Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die die Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel wurden nämlich alle Bücher in ihrem Kinderzimmer aufbewahrt und so war es unvermeidbar, dass sie irgendwann mal in eins hineinschaute. Als Jugendliche ärgerte sie sich immer häufiger über den Inhalt einiger Bücher, was mit der Zeit zu dem Entschluss führte, einfach eigene Geschichten zu schreiben.

Alexandra Fuchs ist in einem kleinen Dorf in der Nähe von Stuttgart aufgewachsen. Momentan studiert sie am Bodensee Literatur-Kunst-Medien und kann dabei ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Schon früh zogen sie Bücher in ihren Bann und sie fing an kleine Kurzgeschichten und Gedichte zu schreiben. Daraus wurden schließlich Geschichten, die ganze Bücher füllen konnten.

(Quelle: Carlsen.de)

„Häkelenten tanzen nicht“ von Jennifer Wolf und Alexander
Fuchs ist ein Jugendroman.

Eigentlich wollte Sam ja einem Freund Frank schreiben. Sam ist
nämlich zwangsweise bei seiner Oma und hat kein Geschenk und Frank soll es ihm
bringen. Doch stattdessen landet seine Kurznachricht bei Alice. Nicht nur eine
nein ganz viele, denn Sam ist aufgebracht und berichtet auch von einer
Häkelente auf dem Klopapier.

Für Alice ist das Tanzen total wichtig. Ihr Abitur steht an,
doch was sie danach machen möchte, weis sie noch nicht. Vielleicht Tanzlehrerin
oder doch studieren?

Sam macht gerade eine Ausbildung zum Krankenpfleger. Nur was
danach kommt weis er auch noch nicht. Zumal es für ihn als Taub-Stummen gar
nicht so leicht ist.

Die Protagonisten sind mit Herzblut gestaltet. Sie strahlen
so eine Lebensenergie aus und man kann einfach mit ihnen mitfühlen. Auch die
anderen Charaktere sind super gestaltet. Alle Figuren könnte es so geben. Dies
macht die Geschichte noch lebendiger. Sie müssen sich nicht nur mit dem
Verlieben beschäftigen, sondern auch mit den Fragen was fange ich mit meinem
Leben an? Wo möchte ich hin?

Die ganze Geschichte ist in Kurznachrichten, Chatverläufen,
Emails etc. geschrieben. Man liest also nur was sich die Protas und ab und an
ihre Freunde sich schreiben. Es gibt keine Beschreibungen, kein Erzähler! Man
erfährt nur was sie machen, sehen, fühlen, … aus dem was sie schreiben.

Die beiden Autorinnen schaffen es aber in eben diesen kurzen
Mitteilungen, einfach alles reinzupacken. Dem Leser fehlt nichts. Man wird
langsam aber sicher immer tiefer in die Geschichte gesogen, fühlt mir den
Charakteren mit und kann sich der Spannung nicht entziehen.

Es gibt immer wieder schöne Wendungen, die die ganze
Geschichte spannend und mitreisend machen. 
Ein paar Sachen davon kann man sich denken, aber eben nicht alles.

Man merkt auch, dass sich beide Autorinnen über Taub-Stumme
und ihren Alltag informiert haben. Es baut sich da nicht nur einfach eine
Liebesgeschichte auf. Die Hintergründe sind richtig fundiert. Dies spürt man
beim Lesen.

Auch Nachteile von Social Media Plattformen kommen zum
Tragen. Es wurde also nicht nur einfach eine Liebesgeschichte geschrieben,
sondern sich auch viel Gedanken macht. Die auch den Leser zum Nachdenken
anregen.

Das Cover zeigt ein sich küssendes Pärchen. Er fotografiert
dabei die Szene mit seinem Smartphone. So kann man sich die zwei vorstellen und
das Handy passt auch.

Ich war gespannt. Eine Geschichte nur in Kurznachrichten
geschrieben. Ob das was geworden ist? JA! Ich war schnell drin in der
Geschichte und habe Sam sofort sympathisch gefunden. Ich hatte nie das Gefühl,
dass mir durch den Erzählstil etwas fehlen würde.

Es gibt 5 von 5 Wölfen.

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