Buchvorstellung: KRYONIUM – Die Experimente der Erinnerung

Huhu ihr Lieben,

ja auch heute geht es mit der Onlinebuchmesse weiter. Heute ist „KRYONIUM – Die Experimente der Erinnerung“ von Matthias A. K. Zimmermann dran.

Erinnerungen sind ja eigentlich was schönes, ja manche auch nicht, aber hier … Lest selbst den Klappentext:

Gefangen an einem unbekannten Ort, schmiedet der Erzähler heimlich Fluchtpläne. Die Tatsache, ohne Erinnerungen zu sein, erschwert das Vorhaben. Doch der Drang, endlich auszubrechen aus diesem furchteinflößenden, schneeverwobenen Schloss, lässt ihn jedes Risiko eingehen. Und so gerät der Erzähler immer tiefer hinein in einen wirren Strudel aus rätselhaften Begegnungen und magischer Paranoia, die er spielerisch zu entschlüsseln hofft, was ihn letztlich zum Ursprung seiner Erinnerungen führt. Der All-Age-Roman ist ein technoides Märchen, das sich mit Virtualität auseinandersetzt und die Frage aufwirft, was Erinnerungen sind und was sie bedeuten. Nichts ist so, wie es scheint in der Geschichte und die Frage, was Realität ist, muss immer wieder neu überdacht werden. Mit einem Nachwort von Stephan Günzel.

Nun habe ichzwar keine Leseprobe für euch, aber eine kleine Zitatsammlung:

„Es war der heimliche Gedanke an eine Flucht, über den ich immerwährend nachdachte; die Flucht von diesem mir unbekannten Ort.“
„Nicht der feine Klang eines Glockenspiels holte mich aus meinem tiefen Schlaf, sondern ein heftiges Gepolter. Mit voller Wucht wurde gegen meine Tür geschlagen und eine Stimme brüllte: »Zimmerdurchsuchung! Wir kommen jetzt rein!« Und ehe ich realisierte, was überhaupt los war, hatten Wachen mein Bett umstellt.“
„Ich hatte es tatsächlich gefunden, das verschollen geglaubte Werk, nachdem so viele suchten. Aufgeregt ging ich mit dem schweren Folianten zum Schreibtisch hinüber, auf den das Fensterlicht fiel. Ein ›Inhaltsverzeichnis‹ informierte über die Zaubersprüche. Obschon ich nur aus dem einen einzigen Grund hierher gekommen war, den Zauberstab zu verstecken, packte mich die Neugier und ich spielte mit dem Gedanken den Zauberstab auszuprobieren. Ich wollte mich an einer harmlosen Formel versuchen. So schwer konnte das doch nicht sein. ›Feuer- und Eismagie‹ schienen mir zu gefährlich. Wer ein Anfänger und der Zauberei nicht mächtig war, konnte, wie mehrere Anmerkungen ausdrücklich warnten, sich leicht selbst entzünden und verbrennen oder sich ungewollt in eine Kältestarre versetzen und erfrieren. Beim Lesen lief es mir heiß und kalt den Rücken hinab, so ein Risiko wollte ich keinesfalls eingehen.“
„Während ich mich hinter einer Tanne versteckt hielt – ich konnte es vor Aufregung kaum noch aushalten –, näherte sich der Zauberer dem Drachen. Prüfenden Blicks umkreiste er die furchteinflößende Steinskulptur. Das tat er drei Mal. Dann hob er den Zauberstab senkrecht in die Höhe, schwang ihn wie eine Acht in der Luft und sprach eine längere Formel. Es donnerte und bebte und mit einem Mal war der Drache zu gefährlichem Leben erwacht.“

Die Idee mit den Erinnerungen, die einen Gefangen halten, finde ich schon ziemlich interessant. Das tun sie ja auch oft genug. Nur hier eben irgendwie anders.

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