Buchvorstellung: Die Wächter von Sisong #2

Huhu ihr Lieben,

weiter geht es mit „Die Wächter von Sisong – Matteos Lied“ von Lily Conrad. Nun erfahrt ihr wie es in dieser Trilogie weiter geht.

Einen kleinen Einblick habt ihr ja schon durch den Trailer im ersten Beitrag bekommen. Wir fangen erst wieder mit dem Klappentext an:

»Du meinst, er ist vielleicht auf Sisong?« – »Ich meine, wir sind uns nicht sicher, ob er noch am Leben ist.«

Die Wächter von Sisong sind auf die Erde zurückgekehrt, aber einer von ihnen ist dabei spurlos verschwunden. Trotz fieberhafter Suche bleibt er unauffindbar.
Einem mächtigen Feind ist es gelungen, Matteo zu überwältigen. Allerdings hat er seine Rechnung ohne den starken Zusammenhalt der Wächter gemacht. Unterstützt durch uralte, magische Werte, durchkreuzen sie seine finsteren Pläne und setzen seinem Alleingang ein jähes Ende. Doch wird es ihnen gelingen, Matteo zu befreien, bevor er für immer verloren ist?
Eine spannende Jagd gegen die Zeit und gegen einen gnadenlosen Gegner beginnt. Sie führt nicht nur durch irdische Gebiete und faszinierende Landschaften auf Sisong, sondern auch in menschliche Gedankenwelten, getrieben von einem brennenden Wunsch: Rettet Matteo!
Im zweiten Band der Fantasy-Reihe »Die Wächter von Sisong« erwartet die Leser ein packendes Abenteuer, in dem auch die Liebe nicht zu kurz kommt.

Auch hier habe ich noch eine kleine Leseprobe für euch:

Matteo entschied sich dagegen, mit Catriona oder Hunter Kontakt aufzunehmen. Falls doch Iszeroniten in der Nähe lauerten, war es besser, sie nicht mit der Nase auf die Verbindung zu stoßen, die zwischen ihm und den beiden anderen bestand. Vielmehr beschloss er, in Cats Wohnung auf sie zu warten und ihr dann als Erstes zu zeigen, wie sie ihr Zuhause gegen unerwünschten Besuch schützen konnte.
Sein Plan gefiel ihm schon deshalb, weil er noch einen weiteren Vorteil hatte. Vor dem Imbiss roch es sehr appetitlich nach gebratenem Geflügel und Matteos Magen meldete sich vernehmlich knurrend zu Wort. Bestimmt hatte Cat ein paar Vorräte in ihrer Küche, über die er sich hermachen konnte.
Nachdem er sich noch einmal vergewissert hatte, dass es in seiner Nähe nirgendwo Anzeichen für die Anwesenheit eines Iszeroniten gab, wechselte er ein weiteres Mal den Standort. Nun stand er direkt vor Cats Kühlschrank.
Da er sich in ihrer Küche nicht auskannte, öffnete er alle Schränke und Schubladen, um herauszufinden, was sich darin befand. Das Ergebnis seiner Überprüfung ließ ihn schmunzeln. Cat hatte so viele Vorräte, als hätte sie damit gerechnet, dass Matteo hungrig bei ihr aufkreuzen würde.
Er trank eine Milchpackung halb leer, ohne Zeit für den Umweg über einen Becher zu verschwenden. Dann schnitt er sich ein paar Scheiben Brot ab, suchte Wurst- und Käsesorten aus und ergänzte seine Mahlzeit mit einer Salatgurke und Tomaten. Er aß große Mengen und sehr schnell. Erst als der erste Heißhunger gestillt war, machte er eine kurze Pause.
Zufrieden kauend schaute er sich in der Küche um. Dabei kam er zu dem Ergebnis, dass Cat über das Chaos, das er verursacht hatte, sicher nicht erbaut sein würde. Es war wohl besser, wenn er rasch ein wenig Ordnung machte, bevor er sich im Wohnzimmer auf der Couch niederließ, um dort auf Cats Rückkehr zu warten. Er griff nach einem Käsestück, um es einzupacken und wieder im Kühlschrank zu verstauen.
Doch dann hielt er inne. Seine scharfen Sinne verrieten ihm, dass etwas nicht stimmte. Hatte er etwas übersehen? Die Wohnung war nicht gesichert, sonst hätte er dort nicht so einfach eindringen können. Es war leichtsinnig von ihm gewesen, nicht alle Zimmer überprüft zu haben, bevor er sich dem Essen gewidmet hatte.
Unwillig schüttelte er über sich selbst den Kopf. Das war ein Anfängerfehler, der einem erfahrenen Wächter wie ihm nicht hätte unterlaufen dürfen. Er trat leise auf den Flur hinaus, stellte sich mit dem Rücken zur Wand und ließ seine Sinne durch jedes Zimmer schweifen. Als diese Überprüfung ergebnislos verlief, wandte er sich der Straße vor der Wohnung zu.
Nichts. Immer noch nichts. Obwohl seine Alarmglocken laut und vernehmlich schrillten und ihm deutlich machten, dass es sehr wohl eine Gefahr gab, die irgendwo auf ihn lauerte. Nur konnte er sie nicht finden. Was war bloß mit ihm los?
Wenn er allein nicht weiterkam, musste er eben versuchen, sich mit einem der anderen Wächter zu verbinden. Der Einzige, der dafür in Frage kam, war Hunter, denn alle anderen waren auf Sisong bei Tabitha. Nach kurzem Zögern entschied sich Matteo daher, seinem Halbbruder eine Nachricht zu schicken, dass er Hilfe brauchte.
Doch er erhielt keine Antwort, auch nicht, als er den Ruf mit noch größerer Dringlichkeit wiederholte. Seine Unruhe wuchs. Natürlich bestand die Möglichkeit, dass Hunter inzwischen nach Sisong zurückgekehrt war und deshalb nicht antwortete. Aber was, wenn er noch auf der Erde war und es Matteo dennoch nicht gelang, mit ihm in Kontakt zu treten? Am Ende hatten die Iszeroniten eine Möglichkeit gefunden, die Gedankenverbindungen der Sisoner untereinander zu stören?
Matteo spürte, wie ein Gefühl seinen Rücken hinauf bis in seinen Nacken kroch, das er bisher nicht gekannt hatte und von dem er dennoch sofort wusste, was es war: Er begann, sich zu fürchten. Allein und isoliert wäre er den Iszeroniten nicht gewachsen, jedenfalls dann nicht, wenn sie ihn in größerer Zahl angriffen. Noch schlimmer aber war die Vorstellung, dass er nicht in der Lage sein könnte, Cat zu schützen. Was, wenn sie nach ihm rief und er sie nicht hörte? Wenn sie Hilfe brauchte und er nichts davon erfuhr, weil ihre Nachricht nicht bei ihm ankam?
Die Schreckensvisionen schienen sich in ihm auszubreiten, langsam aber unaufhörlich, erfassten sein Denken, seine Vor-stellungen und ließen ihn erstarren. Wie gelähmt stand er im Flur von Cats Wohnung, unfähig, seinen nächsten Schritt zu machen oder auch nur zu planen.
»Catriona?«, fragte er in die Leere hinein, die ihn umgab. Keine Antwort, keine Reaktion, gleich welcher Art. Bevor diese unerklärliche Bewegungslosigkeit alle seine Sinne in Mitleidenschaft ziehen konnte, legte er den Kopf in den Nacken und brüllte, so laut er konnte: »Wo bist du?«

Hier könnt ihr das Buch kaufen.

Um 18 Uhr gibt es dann den letzten Beitrag!!!

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