Rezension: Kick ins Leben

 Der Job als Schicksalsbote ist frustrierend. Entweder nehmen einen die
Menschen gar nicht wahr oder sie ärgern sich über die lästigen Winke des
Schicksals. Null-Neun und Eins-Zwo sind zwei Schicksalsboten und haben
die Nase voll. Sie wollen ihrem Frust freien Lauf lassen und sich an so
einem Menschlein rächen. Daniel Wetter ist genau das richtige Opfer.
Darauf bedacht, möglichst ohne Probleme durchs Leben zu kommen, besteht
sein Tag lediglich aus der stupiden Arbeit im Callcenter und den
abendlichen Star-Trek-Folgen im Fernsehen. Den kann man doch ruhig mal
aus dem Leben kicken. Nur so aus Spaß.

Autorenseite… 

Vera Nentwich wurde im Juni
1959 im Sternzeichen Krebs geboren. Sie wuchs mit zwei jüngeren Brüdern
heran und fügte sich, so gut sie konnte, in das ihr vorgegebene Leben.
Dieses Leben führte sie zu Dingen, wie Eishockey, einer Lehre zum
Werkzeugmacher, dem Studium der Verfahrenstechnik, der Tätigkeit für ein
amerikanisches Direktvertriebsunternehmen und einer Hochzeit. Während
allen diesen Stationen schrieb sie. Sei es Texte in
Programmzeitschriften, Kolumnen oder Geschichten.
Im Jahr 1994
entschloss sie sich, das vorgegebene Leben zu verlassen und stattdessen
die eigenen Vorstellungen umzusetzen. Aus der schon zuvor gestarteten
Tätigkeit als IT-Beraterin wurde eine Firma, deren geschäftsführende
Gesellschafterin sie heute ist. Aus der Hochzeit wurde eine Scheidung
und das Leben wurde durch Theaterrollen, Musik und Gesang bereichert.
Dabei schrieb sie weiter. Neben den Kolumnen nun auch Songs und
schließlich den ersten Roman, dem weitere folgten.

„Kick ins Leben“ von Vera Nentwich erzählt
etwas über Schicksalsboten.

Ein gesicherter Job, eine kleine Wohnung
und viel Star Trek. So sieht das Leben von Daniel aus. Kein Risiko und wenn es
Probleme gibt, schaut er einfach wie seine Vorbilder handeln würden. An
Schicksal glaubt er nicht. Doch dann ändert sich sein Leben schlagartig.

Daniel führt ein recht bescheidenes Leben.
Frei nach dem Motto „Es ist gut so wie es ist.“ ändert er nichts in seinem
Leben und findet dies gut. Star Trek ist sein großes Hobby. So verschwindet er
schon mal in diversen Foren zu dem Thema oder macht Filmabende mit seinem
besten Freund.

Die Charaktere sind auf den ersten Blick
recht einfach gestrickt. Doch verbirgt sich dahinter eine schöne Tiefe, die im
Laufe der Zeit auch zum Tragen kommt. Die Charaktere und ihre „Macken“ kommen
gut rüber und sorgen auch mal für den ein oder anderen Lacher.

Neben den normalen Menschen gibt es hier
Schicksalsboten. Diese sollen den Menschen helfen ihr angestammtes Schicksal zu
erfüllen. Das gescheit nicht immer mit rechten Mitteln, aber man die Menschen
hören auch nicht immer auf einen Wink mit dem Zaunpfahl.

Vera Nentwich hat mit viel Charme und Witz
dieses Buch geschrieben. Es ist die Neuauflage von „Rausgekickt – Weiße
Sterne“. Neben einem neuen Titel und neuem Cover wurde auch die Geschichte
etwas überarbeitet.

Auch wenn viel Star Trek vorkommt, muss man
es selber nicht kennen um im Buch mitzukommen. Denn es geht eher um die
Leidenschaft für Star Trek als um Star Trek selbst.

Spannend ist es auf jeden Fall. Denn man
fiebert mit Daniel mit und fragt sich, was geht da vor, kommt er da wieder heil
raus und was passiert wohl möglich als nächstes. Durch die verschiedenen Charaktere
und Situationen wird die Stimmung immer wieder aufgelockert. So hat man Spaß
beim Lesen.

Der Leser wird auch dabei angeregt selber
mal drüber nachzudenken, wo man selber einen Wink vom Schicksal bekommen hat.

Das Cover ist rot und zeigt einen Menschen,
der gerade auf einen weißen Stern gefallen und benommen ist. Dies passt super
gut zu Daniel und somit zur Geschichte.

Ich habe ja quasi den 2. Teil davon schon
gelesen und im Rahmen der Blogtour durfte ich jetzt auch den diesen Teil lesen.
Zwar hat mir die Farbe des alten Covers besser gefallen, aber so ist die
Neuauflage gut gelungen! Es war wieder toll von den Schicksalsboten zu lesen
und ich hatte wieder schöne Lesemomente!

Es gibt 4 von 5 Wölfen.

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